Ware, Austausch und Zirkulation

Donnerstag 1. Dezember 2016 von Martin

Wert (?) und Preise existieren im Kapitalismus ohne Austausch, d.h. ohne massenhafte und immer wiederkehrende Zirkulation, nicht:

„Andrerseits, ohne den Austausch existierte die Produktion des Kapitals als solchen nicht; da die Verwertung als solche nicht existiert ohne Austausch. Ohne Austausch würde es sich nur handeln um das Messen etc. des produzierten Gebrauchswerts, überhaupt nur um den Gebrauchswert.“ (Grundrisse 360–361)

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Wachsen die Produktivkräfte noch? (4)

Dienstag 29. November 2016 von Martin

Ein Wachstum der Produktivkräfte findet nach Marx sogar statt, indem die Wirtschaftskrise das Kapital entwertet. Und dies geschieht nicht nur dadurch, dass die Krise tatsächlich Kapital vernichtet, also auch deren Gebrauchswerte, sondern indem Waren nicht mehr zu ihrem vollem Wert verkauft werden können oder überhaupt unverkauft bleiben. Sprich: deren Warenwerte nicht realisiert werden. Dass der nächste Produktionszyklus mit entwerteten Warenkapital beginnt, die Arbeit dieses aber genauso umsetzt wie zuvor, also mit gleicher Produktivkraft, schafft dieselben Waren als Gebrauchswerte mit geringeren Produktionskosten:

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Wachsen die Produktivkräfte noch? (3)

Montag 10. Oktober 2016 von Martin

Einige Marxisten behaupten nun aber, dass die Produktivkräfte im Kapitalismus nicht mehr wachsen. Offensichtlich deswegen, um die Überholtheit dieser Produktionsweise und die Notwendigkeit deren Ablöse durch die sozialistische Produktionsweise zu betonen. Die Absicht mag gut sein, bloß wird damit dem Sozialismus ein Bärendienst erwiesen. Nicht nur, dass man sich und andere über die tatsächliche Virilität des Kapitalismus täuscht und diesen ökonomisch verharmlost. Das Sentiment, dass der Kapitalismus abgelöst werden muss, weil die Produktivkräfte unter seiner Anwendung nicht mehr wachsen können, bedeutet ja umgekehrt, dass solange die Produktivkräfte wuchsen, der Kapitalismus nicht unbedingt abgelöst werden müsste. Auch das ist eine Verharmlosung des Kapitalismus.

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Wachsen die Produktivkräfte noch? (2)

Samstag 1. Oktober 2016 von Martin

Gesetzt, die Mehrwertrate ist gestiegen – und der Rückgang der Lohnquote in vielen Ländern seit den 1970er Jahren deutet darauf hin – so bedeutet ein Anstieg der Mehrwertrate grosso modo einen Anstieg nicht nur der Profitmasse, da trotz in der Tendenz sinkender GDP-Zuwachsrate das GDP als Masse anstiegt.

Wir haben also eine gestiegene Mehrwertmasse vor uns. Nun fragt sich, was damit geschieht. Wie wird sie verwendet? Dass der Anstieg durch einen Anstieg der Grundrente wegkompensiert wird, ist unter den heutigen Umständen so gut wie ausgeschlossen. Wird der Anstieg durch die persönliche Revenue der Kapitalisten verbraucht? Das ist ebenfalls so gut wie ausgeschlossen: Selbst der Anstieg der Konsumquote am GDP (in Relation zu der Staats- und Investitionsquote) kann nicht durch einen Anstieg der Luxusproduktion erklärt werden, da, wenn wenige sehr viel ausgeben, dies in Summe noch immer weniger ist, als wenn sehr viele wenig ausgeben. Jeder mediokre Finanzminister kennt diese Tatsache sehr gut, denn darauf baut unser Steuersystem aus.

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Wachsen die Produktivkräfte noch? (1)

Mittwoch 28. September 2016 von Martin

Monetäre Indices wie Investitionsrate – soweit die Investitionen über die Reproduktion des Kapitals hinausgehend gemeint sind – sind zwar unentbehrlich für die Beantwortung der Frage, ob und wie die Produktivkräfte wachsen, aber monetäre Indices alleine reichen dazu nicht aus.

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Wachsen die Produktivkräfte noch? (0)

Freitag 16. September 2016 von Martin

Das Wachstum findet statt, aber immer auf widersprüchliche Art und Weise, als Verwertungsprozess, der sein Gegenteil, den Entwertungsprozess, miteinschließt. Diese Dialektik ist kein Spezifikum einer besonderen Epoche oder Phase des Kapitalismus, sondern liegt im Wesen der kapitalistischen Produktionsweise selbst:

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Empirisches zur jüngeren Entwicklung der Proportion der Abteilung I zur Abteilung II (3)

Freitag 9. September 2016 von Martin

Hier nun die Proportion ohne den Staatsausgaben. Wir nehmen an, dass die Nachfrage des Staates sowohl relevant als Konsumgüter als auch als relevant als Produktionsmittel ist. Die Daten der Worldbank WDI haben wir hier umgrechnet, im dem die “household consumption …” und die “gross investments …” zusammen 100% bilden.

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Erste Alarmsignale in Chinas Arbeitsmarkt Q3

Donnerstag 18. August 2016 von Martin

Chinas Rolle in der Weltwirtschaft kann kaum unterschätzt werden. Aber Chinas Wirtschaftsmotor beginnt zu stocken. Im manpowers Quartalsauswertung der erfragten Absicht der Unternehmer, Arbeitskräfte einzustellen, geht´s gegen Null.

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Empirisches zur jüngeren Entwicklung der Proportion der Abteilung I zur Abteilung II (2)

Dienstag 9. August 2016 von Martin

Proportionen der globalen Gesamtwirtschaft, auch zwischen Konsumgüter- und Investitionsgüterindustrie (bei Marx: Abteilung II und Abteilung I):

Wenn wir unterstellen, dass in Summe gesehen die Konsumgüter identisch mit der notwendigen Arbeit sind, also wenn alle Menschen entweder zu der Arbeiterklasse gehören würden oder zu den Kapitalisten und dass die persönliche Renevue der Kapitalisten trotz Luxusproduktion verschwindend gering ist gegenüber dem bescheidenen Kosnum der Arbeiterklasse, die aber durch ihre große Zahl die Größe des Konsums bestimmt.

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Empirisches zur jüngeren Entwicklung der Proportion der Abteilung I zur Abteilung II (1)

Montag 8. August 2016 von Martin

Welches konkrete Verhältnis zeigt die Abteilung, die Produktionsmittel produziert zu jener, die Konsumgüter produziert? Wir können für die Abteilung I einfach die statistische Größe „Gross capital formation“ verwenden. Nicht ganz genau, da hier die Produktion für die Lagerhaltung nicht enthalten ist – außer die Bestandsänderung „net changes“. Die Lagerhaltung wird indirekt ermittelt, als Output minus Verkäufe. Und in die Lagerhaltung fallen eigentlich beide Abteilungen. Noch wichtiger ist die Größe „General government final consumption expenditure“ die dem Term „Household final consumption expenditure“ entgegengesetzt ist. Letzteres umfasst ziemlich treffsicher die Umsätze der Konsumgüterindustrie.

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Brexit – no way exit

Samstag 16. Juli 2016 von Martin

Unmittelbar nach dem Votum in Großbritannien über Verbleib oder Austritt des Königreiches aus der Europäischen Union wurden Passanten in Athen zu dem Ergebnis befragt. Sie äußerten sich positiv, hatten sie doch ihre eigenen, durchaus unangenehmen Erfahrungen mit der Abwendung des Grexits gemacht. Verständliche Reaktion. Aber auch nicht mehr als das.

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Joan Robinsons “Akkumulation” (1)

Montag 13. Juni 2016 von Martin

Joan Robinson gehörte zu den interessanten bürgerlichen Ökonomen des 20. Jahrhunderts. Freilich, wie alle ihrer Zunft blieb auch sie auf einigen Gebieten hinter ihren Ahnen, den bürgerlichen Klassikern Ricardo & Co, zurück – etwa in der Preis- und Werttheorie. Sie konnte zwar nicht angeben, worin der Wert eines Produktes bestehe, aber sie konnte etwas zu den Preis-Veränderungen sagen, wie etwa zum Unterschied zwischen real und nominal. Es ist so, als könne man auf einem Schiff angeben, wie groß der Abstand zwischen Backbord und Steuerbord ist, aber nicht, wie viele Kilometer das Schiff auf dem Wasser zurückgelegt hat. Die Preisveränderungen sind messbar und sagen etwas aus, aber nicht, auf welcher Grundlage der Ausgangspunkt definiert ist. Alles ist relativ, nichts absolut.

Obwohl, das stimmt nicht ganz. Einen absoluten Punkt in der Preisfrage fand Robinson sehr wohl:

„Das auf lange Sicht wichtige Preisniveau ist das in Arbeitszeit ausgedrückte Niveau, denn in ihm kommt (…) die Aufteilung des gesamtgesellschaftlichen Produktionserfolges auf Arbeit und Besitz zum Ausdruck.“ (Joan Robinson, die Akkumulation des Kapitals, 1958, 1972, Seite 37)

Leider war dies Endpunkt und nicht Startpunkt der Analyse von Wert, Preis und Ware bei Robinson.

Und Robinson war auch nicht immun gegenüber der „Robinsonade“. Die Robinsonade ist keine Abstraktion der Wirklichkeit, sondern eine Verniedlichung der Wirklichkeit, bis die Ökonomen bei einigen apriorischen Tatsachen stehen bleiben können, von den an wieder alles Komplexere begründet werden kann.

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worldmapper kommt zur Sache

Freitag 6. Mai 2016 von Martin

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Sigmundur Davíð Gunnlaugsson im Video.

Montag 4. April 2016 von Martin

Panama Papers Islands Premier wird nach Offshore-Geschäften gefragt – und bricht Interview ab
Sehen Sie hier die Reaktion von Sigmundur Davíð Gunnlaugsson im Video.
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/island-video-island-video-1.2933378

1.2933378

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“world profit rate”

Sonntag 13. März 2016 von Martin

Michael Roberts Blog: https://thenextrecession.wordpress.com/

articles on world profit rate: https://thenextrecession.wordpress.com/?s=world+profit+rate

interesting: https://thenextrecession.wordpress.com/2014/04/23/a-world-rate-of-profit-revisited-with-maito-and-piketty/

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” (…) lowering the organic composition of capital (…)”

Sonntag 7. Februar 2016 von Martin

… interesting arcticles on world ecoonomy by the former “permanent revolution”:

http://www.permanentrevolution.net/category/46

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Non performing loans vs GDP annual change 2005-2014

Donnerstag 7. Januar 2016 von Martin

See the period 2005-2014, each year a slide:

Non performing loans vs GDP annual change 2005-2014

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Als Griechenland noch kein Thema war

Montag 7. Dezember 2015 von Martin

click to view the map in your browser. Or:

http://economicmap.weebly.com/world-bank-nonperforming-loans-to-total-gross-loans–2005-2014.html

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Wirtschaftliche Rundschau Oktober 2015

Dienstag 17. November 2015 von Martin

Die Demographie als Faktor des Wirtschaftswachstum: http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/4857275/Prognose_Wie-Alterung-das-Wachstum-bremst

***

Nach dem Wahlerfolg der PiS in Polen:

Die größten Turbulenzen sind auf den Finanzmärkten zu erwarten. Löst die PiS ihre Wahlversprechen einer neuen Bankensteuer ein und entschuldet gar auf Kosten der Kreditinstitute die rund 700.000 Frankens-Schuldner – beides nach dem Vorbild Orbáns in Ungarn – dürfte sich Warschau massive Kritik einfahren.” (http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4852951/Wird-Warschau-ein-zweites-Budapest)

Das wirft einen Lichtstrahl auf das Thema “Schuldnerkrise”.

***

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“Russland setzt auf Yuan statt Dollar” …

Mittwoch 4. November 2015 von Martin

… das ist die interessanteste Meldung aus der Front der Wirschaftsjournalistik der letzten Zeit: Russland begibt 2016 erstmals eine Anleihe in Yuan.

allerdings ersetzt dieser Schritt nicht den USD als Weltleitwährung, wenngleich diese Rolle weit weniger unangefochten ist, als noch vor zehn Jahren. Im 3. Quartal 2015 macht der Yuan am festverzinslichen Anleihenmarkt etwa 1% jener in USD aus: statista.de. Die Statistik zeigt übrigens auch die prominente Rolle des EURO als Alternative zum USD als Leitwährung.

Mehr zum Thema:

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Athen (8)

Donnerstag 1. Oktober 2015 von Martin

Red star.svgRed star“ von Zscout370 and F l a n k e r

Wir fassen nun den wesentlichsten Inhalt der Beiträge „Athen (1)“ bis „Athen (7)“ zusammen:

  • Der Konflikt zwischen Kerneuropa und Griechenland besteht nicht ursächlich im Projekt Euro und auch nicht zwischen Kerneuropa und der SYRIZA-Regierung bzw. der neuen Regierung Tsipras. Diese Ebene ist bloß die konkrete Form, in der sich ein tieferliegender Konflikt gerade äußert.

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Athen (7)

Mittwoch 30. September 2015 von Martin

Von der Ökonomie zur EU

Wir haben also immer auf der einen Seite die Gläubiger-Interessen und auf der anderen Seite die Schuldner-Interessen. Dies ist zuerst einmal eine rein ökonomische Konstellation. Und würde es die Institutionen der EU noch nicht geben, die Gläubiger-Interessen würden sich in den meisten Fällen durch ihre größere Marktmacht durchsetzen und auf der wirtschaftspolitischen Ebene jene Instrumente wählen, die einerseits historisch bereits fertig vorhanden und andererseits effektiv erscheinen, wie etwa die Strukturkredite an die Türkei 2002/04, an Serbien und Montenegro 2003, an Ungarn 2008 oder an die Ukraine 2009.

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Athen (6)

Samstag 19. September 2015 von Martin

Von der Schuldenkrise zur Gläubigerkrise

Ein schönes Beispiel, dass das Personenkomitee Eurogrexit den Inhalt des Konflikts der EU mit Griechenland überhaupt nicht verstanden hat, findet sich in dem Satz: „Griechenland soll als Paradigma dienen: für Spanien, Italien, Frankreich, … und für Österreich, wenn es aufmüpfig sein sollte.“

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China Slumps (2)

Sonntag 16. August 2015 von Martin

Die auf http://wirtschaftskrise.blogworld.at oft nachgezeichnete, in den 2000er Jahren enorm gestiegene, Bedeutung Chinas für die Weltwirtschaft (Stichwort: globale Verlagerung von konstantem Kapital nach China)  bedeutet umgekehrt genauso, dass eine Wirtschaftskrise Chinas enorme Auswirkungen auf die Weltwirtschaft hat, ja Auslöser der nächsten Weltwirtschaftskrise seien könnte.

Allerdings ist hier vorerst Vorsicht geboten: Denn die Überakkumulation (vulgär gemessen in: c/v) ist in China zwar ansteigend, aber im Vergleich zum Westen noch immer gering, selbst wenn wir v nicht als Lohnsumme, sondern als Arbeitszeit (”total hours worked”) berechnen.

Daraus folgt: Der wirklich große Crash steht noch bevor und die Auswirkungen des aktuell stockenden chinesischen Lokomotive des Kapitalismus auf die Welt vollziehen sich erst einmal konventionell auf eine Dämpfung des Warenhandels und Rückgang der Aufträge. Und erst später auf eine Kontraktion des chinesischen Kapitals mit Auswirkungen auf Lateinamerika und Afrika.

Presse-Rundschau

Selbst die FAZ bzw. die Bank Société Générale titelt jetzt, was unser blog bereits seit 5 Jahren anvisiert: China könnte die nächste Weltwirtschaftskrise entfachen: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/fruehaufsteher/schwellenlaender-china-koennte-die-naechste-weltwirtschaftskrise-entfachen-12805678.html

Ebenfalls spannend: Australien als Rohstofflieferant Chinas – was auch die viel über die Rangordnung dieser Länder aussagt: http://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/verfall-der-rohstoffpreise-so-sehr-trifft-chinas-wirtschaftskrise-australien_H1452392098_97872/

Die Wirtschaftswoche über die inneren Folgen der Krise für China: http://www.wiwo.de/politik/ausland/wirtschaftskrise-china-in-der-krise-tausende-verlieren-ihren-job-seite-3/5494680-3.html

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Athen (5)

Sonntag 9. August 2015 von Martin

Noch einmal zur Frage des Grexit

Innerhalb der griechischen Linken ist die Forderung nach einen Grexit populär. So vertritt etwa die ODKE (Ergatiki Pali), deren Flugblätter die österreichische ARKA auf ihrer Homepage veröffentlicht:

Keine Schuldenzahlungen mehr – für die Erlassung der Schulden. Geld für unsere Bedürfnisse (Spitäler, Schulen, Soziale Dienste, Infrastruktur etc.). Nein zu allen Verhandlungen, Nein zu jeder „Vereinbarung” – jetzt raus aus dem Euro und der Europäischen Union.“

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Athen (4)

Sonntag 19. Juli 2015 von Martin

Was will das europäische Kapital mit Griechenland?

In den diversen deutschen TV-Diskussionsrunden zu dem griechischen Referendum, SYRIZA und dem jüngsten „Hilfspaket“ der EURO-Gruppe zeigt sich eine interessante Differenzierung. Hier haben wir zum einen die CDU-Politiker, die Merkels und Schäubles Linie verteidigen. Hier erkennt man die Politik Deutschlands, so wie sie sich letztlich durchgesetzt hat. Es stimmt zwar, dass Hollande der deutschen Position einiges an Schärfe nahm, aber nur in Bezug auf die Druckmittel gegenüber Athen. Denn Hollande wehrte sich gegen Verwendung der Grexit-Drohung und hatte damit den Effekt, die Finanzmärkte zu beruhigen, während Deutschland doch immerhin soweit Athen unter Druck setzten konnte. Vielleicht hätte Tsipras die Grexit-Drohung hinnehmen und sich im Gegenzug als moralisch überlegen profilieren können. Aber die Grexit-Drohung war schwach genug, um die internationale Finanz nicht aufzurütteln, aber stark genug, um die griechischen Konsumenten zu verunsichern. Dies zusammen mit der Weigerung der EZB, den griechischen Banken ELA-Kredite zu vergeben, erzeugte die Liquiditätskrise, vor der Tsipras kapitulierte. Also, gut gepokert, Kerneuropa?

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Athen (3)

Mittwoch 15. Juli 2015 von Martin

Grexit, das Zauberwort

Das Akronym Grexit hat gute Chancen, zu dem Modewort des Jahres 2015 zu avancieren. Es diente der deutschen Regierung dazu, ihre griechischen Amtskollegen in die Knie zu drücken, indem sie damit die akute Liquiditätskrise auslöste.

Grexit war bislang aber auch unter den Linken und radikalen Linken positiv besetzt. Wie das? Und was hat es damit auf sich?

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Athen (2)

Mittwoch 15. Juli 2015 von Martin

Vom Standpunkt des Beobachters war am griechischen Drama ein Phänomen am interessantesten: Die Liquiditätskrise, denn diese brach der griechischen Regierung das Genick.

Von der Schuldenkrise zur Gläubigerkrise

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Athen (1)

Dienstag 7. Juli 2015 von Martin

Das griechische Referendum vorgestern hat eine große kulturelle Bedeutung. Die Bevölkerung eines Schuldnerlandes spricht sich vor aller Welt gegen ein Ende des Gläubigerdiktats aus. Das erzeugt ungläubiges Staunen bei den Spießern der Gläubigerländer, die von den TV-Kameras zu dem Kasus Griechenland befragt werden: Wie können die in Athen auf der Straße tanzen, wo doch jeder weiß, dass ein Schuldner zu kuschen hat, vor allem, wenn seine Schulden durch unsere Steuergelder zustande kamen!

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China Slumps (1)

Donnerstag 4. Juni 2015 von Martin

Die OECD spricht in ihrer Prognose von einer Großen Stagnation. Vgl. auch die Welt.

In der Prognose kommt ein Element zum Ausdruck, das seit fast einem halben Jahrzehnt in diesem Blog angesprochen wurde: Dass die nächste Weltwirtschaftskrise von China ausgehen wird, als Resultat der immensen Erfolge des gelben Riesen nicht nur betrffes des Weltanteils an der Produktion überhaupt, sondern der dafür notwendigen Kapitalakkumulation, die ebefalls in diesem Blog statistisch nachgewiesen wurde. Wurde die letzte Krise genau deswegen rasch überwunden – allen Pessimismus und double dips zum Trotz – weil China sammt Satelliten dem einigermaßen trotzen konnten, muss die Akkumulation irgendwann a la Karl Marx in einer Überakkumulation münden. Die Frage ist daher bloß:

  • Sind wir bereits da?
  • Gibt es eine Ausweiche für China, wie China seit den 2000er Jahren eine Ausweiche für die USA darstellte
  • Oder sind wir noch nicht da angelangt, und es handelt sich nur um eine Anpassungskrise?

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