Die Signifikanz der Lohnquote

Output = Lohn + Profit, wie auch Output = notwendige und Surplusarbeit. Marx, Grundrisse, Seite 481, ab “Ware A) kann (…)”

Dass die Wert-Übertragung der bestehenden Produktionsmittel auf das Produkt diesen keinen neuen Wert hinzufügt, sondern nur eine Anwendung der Arbeit als Gebrauchswert ist, bedeutet ja umgekehrt, dass im Output nur Lohn und Profit steckt, nichts mehr. Insofern die Produktion von Produktionsmittel (der Reproduktion oder der Akkumulation) notwendige und Surplusarbeit veranschlagt, gehen diese als Output = Lohn + Profit in die allgemeine Profitraten ein.

Die Lohnquote ergibt zusammen mit der Rate der organischen Zusammensetzung die Profitrate.

Dass hier angenommen wird, jeder Profit basiert auf Waren-Realisation und Kapitaleinkommen wie Zins und Ausschüttungen ignoriert werden, ist kein Nachteil, sondern ganz richtig, da der Zins nur eine Abspaltung des industriellen Profits ist. Daher genügt es, als allgemeine Profitraten eines Landes die der Warenproduktion und Warenrealisation zu nehmen.

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Der Einfluss der Produktivität auf die Mehrwertrate (1)

Marx in Erwiderung zu Malthus:

- man beachte, dass Marx hier noch wörtlich von “Wert der Arbeit” spricht, inhaltlich geht es aber bereits um den Wert der Arbeitskraft.

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Die Ware Arbeitskraft

“Was der Kapitalist eintauscht, ist das Arbeitsvermögen: Dies ist der Tauschwert, den er bezahlt. Die lebendige Arbeit ist der Gebrauchswert, den für ihn dieser Tauschwert hat, und aus diesem Gebrauchswert entspringt der Surpluswert und die Aufhebung des Austauschs überhaupt.” (Grundrisse, Seite 464)

Das ist kurz und prägnant der Kern der Arbeitswert- und Mehrwerttheorie. Und hier wird deutlich, dass alles Folgende von der Existenz von Waren abhängt, denn nur diese haben die Spaltung in Tausch- und Gebrauchswert an sich.

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Die Konkurrenz als allegmeines Gesetz?

In den Grundrissen Marx über Ricardo:

“Woher kömmt es denn, daß der Anteil des Arbeiters am Wert des Produkts nicht bestimmt ist durch den Wert, sondern durch den Gebrauchswert des Produkts, also nicht durch die darauf verwandte Arbeitszeit, sondern durch seine Qualität, das lebendige Arbeitsvermögen zu erhalten? Wenn er dies etwa erklärt durch Konkurrenz der Arbeiter unter sich, so wäre hierauf zu antworten idem15, was er dem A. Smith über die Konkurrenz der Kapitalisten antwortet, daß diese Konkurrenz zwar das Niveau des Profits ebnen, gleichmachen kann, aber keineswegs das Maß dieses Niveaus schafft. So könnte die Konkurrenz der Arbeiter den höhren Arbeitslohn herabdrücken etc., aber der allgemeine Standard des Arbeitslohns oder, wie Ricardo sagt, der natürliche Preis des Arbeitslohns, könnte nicht erklärt werden aus der Konkurrenz zwischen Arbeiter und Arbeiter, sondern nur aus dem ursprünglichen Verhältnis zwischen Kapital und Arbeit. Die Konkurrenz überhaupt, dieser wesentliche Lokomotor der bürgerlichen Ökonomie, etabliert nicht ihre Gesetze, sondern ist deren Exekutor.” (Grundrisse, Seite 456–457)

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Die Lohnquote bei Marx

In den Grundrissen Marx über Ricardo:

“In den „existing relations between wages und profits“ daher die Rate des Profits auf ihrem Maximum und die der wages auf ihrem Minimum. Konkurrenz zwischen den Kapitalisten kann nur austauschen das Verhältnis, worin sie an dem Total Profit teilnehmen, aber nicht alterieren das Verhältnis zwischen dem Totalprofit und den Totalwages5. Der general standard of Profit ist dies Verhältnis des Totalprofits zu den Totalwages, und dieses nicht alteriert durch die Konkurrenz. Woher also alteration?” (Grundrisse, Seite 460)

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Die klassische Form in der Analyse

In den Grundrissen Marx über Ricardo:

“Erste Voraussetzung bei ihm „Konkurrenz ohne Einschränkung“ und beliebige Vermehrung der Produkte durch die Industrie. (19. R. 317.) Dies heißt nun in andren Worten nichts, als daß die Gesetze des Kapitals sich vollständig bloß realisieren innerhalb illimited competition und industrial production18. Auf dieser produktiven Basis und jenem Produktionsverhältnis entwickelt sich das Kapital adäquat; treten also seine immanenten Gesetze vollständig in Realität. Da dem so ist, so wäre zu zeigen, wie die illimited competition und industrial production Verwirklichungsbedingungen des Kapitals sind, die es selbst mehr und mehr produzieren muß (statt daß hier die Hypothese als die des bloßen Theoretikers erscheint, der im Verhältnis des Kapitals zu sich als Kapital – die free competition und die produktive Existenzweise des Kapitals – äußerlich und willkürlich, nicht als selbst Entwicklungen des Kapitals, sondern als gedachte Voraussetzungen des Kapitals, um rein zu erscheinen, setzt). Übrigens dies die einzige Stelle bei Ricardo, wo Ahnung von der historischen Natur der bürgerlichen ökonomischen Gesetze. Unter dieser Voraussetzung der relative Wert der Waren (dies Wort unsinnig, da absoluter Wert nonsense) bestimmt durch die verschiedne Quantität, die in derselben Arbeitszeit produziert werden kann, oder durch die verhältnismäßig in den Waren realisierte Quantität von Arbeit.” (Grundrisse, Seite 462)

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Wachsen die Produktivkräfte noch? (8)

“Z.B. in Gewerben, wo spezifische Arbeiter erheischt sind, diese aber nur während eines Teils des Jahrs beschäftigt werden können, weil die Produkte etwa nur für eine season verkäuflich, müßten die Arbeiter für das ganze Jahr bezahlt werden, d.h., die Surplusarbeitszeit ist vermindert in demselben Verhältnis, worin sie weniger während eines gegebnen Zeitraums beschäftigt werden können, aber doch, d’une manière ou d’une autre, bezahlt werden müssen. (Z.B. in der Form, daß ihr Arbeitslohn während 4 Monaten hinreicht, während des Jahres zu erhalten.) Könnte das Kapital sie während 12 Monaten anwenden, so würde es nicht mehr Salair zahlen, hätte so viel Surplusarbeit gewonnen. Die Zirkulationszeit erscheint also als Schranke der Produktivität der Arbeit = Vermehrung der notwendigen Arbeitszeit = Verminderung der Surplusarbeitszeit = Verminderung des Surpluswerts = Hemmung, Schranke des Selbstverwertungsprozesses des Kapitals. Während das Kapital also einerseits dahin streben muß, jede örtliche Schranke des Verkehrs, i.e. des Austauschs niederzureißen, die ganze Erde als seinen Markt zu erobern, strebt es andrerseits danach, den Raum zu vernichten durch die Zeit; d.h. die Zeit, die die Bewegung von einem Ort zum andren kostet, auf ein Minimum zu reduzieren. Je entwickelter das Kapital, je ausgedehnter daher der Markt, auf dem sie zirkuliert, der die räumliche Bahn seiner Zirkulation bildet, desto mehr strebt es zugleich nach größrer räumlicher Ausdehnung des Markts und nach größter Vernichtung des Raums durch die Zeit. (Wenn die Arbeitszeit nicht als Arbeitstag des einzelnen Arbeiters, sondern als unbestimmter Arbeitstag einer unbestimmten Arbeiterzahl betrachtet wird, kommen hier alle Populationsverhältnisse herein; die Grundlehren der Population sind daher ebenso in diesem ersten Kapitel des Kapitals enthalten wie die von Profit, Preis, Kredit etc.)” (Grundrisse, Seite 444-445).

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Konkurrenz der Nationen

“Die Wirkung der Konkurrenz unter Nationen gehört in den Abschnitt vom internationalen Verkehr.” (Grundrisse, 437)

Dazu kam Marx nicht.

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Kapitalismus ohne Industrie?

“Soweit die Vereinigung ihrer Kräfte ihre Produktivkraft vermehrt, ist es keineswegs gesagt, daß sie numerisch das Arbeitsvermögen alle zusammengenommen besäßen – wenn sie nicht zusammen arbeiteten, wenn also nicht zu der Summe ihrer Arbeitsvermögen das Surplus hinzukäme, das nur durch und in ihrer vereinigten, kombinierten Arbeit existiert. Daher das gewaltsame Zusammentreiben des Volks in Ägypten, Etrurien, Indien etc. zu Zwangsbauten und öffentlichen Zwangswerken.”

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Wachsen die Produktivkräfte noch? (7)

Sanken oder stiegen die Zirkulationskosten in den letzten 50 Jahren? Zuerst  einmal:  Welche Bedeutung hat die Zirkulation von Waren und Kapital überhaupt?

“Das Kapital treibt seiner Natur nach über jede räumliche Schranke hinaus. Die Schöpfung der physischen Bedingungen des Austauschs – von Kommunikations- und Transportmitteln wird also für es in ganz andrem Maße zur Notwendigkeit – die Vernichtung des Raums durch die Zeit.” (Grundrisse 430)

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Trade (exports & imports of goods and services) as % of GDP

Der Graph zeigt nicht die absolute Veränderung des Welthandels und auch nicht den Anteil Chinas und ausgewählter Aggregate am Welthandel, sondern den Anteil von Exporten und Importen an der Binnenwirtschaft. Auffallend ist Chinas Rückgang der Exporte am BIP: 2015 ist dieser Wert erstmals so niedrig wie 15 Jahre zuvor.

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Wachsen die Produktivkräfte noch? (6)

“Das zweite Moment ist der Zeitraum, der verläuft von dem Verwandeltsein des Kapitals in Produkt [bis] zu seinem Verwandeltwerden in Geld. Von der Geschwindigkeit, in der dieser Zeitraum durchlaufen wird, oder von seiner Dauer, hängt offenbar ab, wie oft in einer gegebnen Zeit das Kapital den Produktionsprozeß, die Selbstverwertung von neuem beginnen kann.” (Grundrisse, 425)

“Die Produktionskosten würden sich auflösen in die im unmittelbaren Produktionsprozeß vergegenständlichte Arbeitszeit + die Arbeitszeit, die enthalten ist im Transport.
Die Frage ist nun zunächst die: Kann auf die Transportkosten nach den von uns bisher aufgestellten Grundsätzen ein Mehrwert herausgeschlagen werden?” (Grundrisse, 428)

Das ist der Fall. Nun der wichtigste Satz:

“Die Verbeßrung der Transport- und Kommunikationsmittel fällt ebenfalls in die Kategorie der Entwicklung der Produktivkräfte überhaupt.” (Grundrisse, 429)

Die Frage ist daher, welchen Effekt die Optimierung der Containerfrachtsysteme seit den 1980er auf die Sache hatte (Kosten pro Tonne und km und Zeiteinheit; Vgl. http://richardtorian.blogspot.co.at/2012/01/cost-per-ton-mile-for-four-shipping.html).

Transport und Zirkulation sind übrigens nicht zu verwechseln.

“Denkt man sich dasselbe Kapital produzierend und transportierend, so fallen beide Akte in die unmittelbare Produktion, und die Zirkulation, wie wir sie bisher betrachten, d.h. die Verwandlung in Geld, sobald das Produkt seine letzte Form für den Gebrauch erhalten, zirkulationsfähige Form, würde erst beginnen, sobald es an den Ort seiner Bestimmung gebracht wäre.” (Grundrisse, 429–430)

Zirkulationskosten und Zirkulationsagenten – im Kapitalismus nicht wertkonstituierend – fallen in der Planwirtschaft als Nebenkosten weg.

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Trump, Protektionismus, Putin und Syrien

https://images.kurier.at/amnesty.JPG/620x340/245.274.210

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Seit dem Wahlsieg Donald Trumps gegen Hillary Clinton bei den US amerikanischen Präsidentschaftswahlen ist die Welt in heller Aufruhr. In TV-Diskussionsrunden und im Blätterwald wird die Gefahr des Protektionismus von Seiten der USA angesprochen. Trump hat zuerst die Erwartungen an die politische Kultur überhaupt nicht entsprochen und trat rapaukenhaft auf. Im Wahlkampf wurde er daher zuerst nicht ernst genommen. Dann sagte man: Das Rabaukenhafte verhalf ihm vielleicht zum Sieg, er werde es aber am ersten Tag im Amt ablegen. Das war aber auch nicht der Fall und ab dem ersten Tag seiner Amtsführung begann Trump umzusetzen, was er im Wahlkampf seinen Wählern verspochen hatte. Nun wiederum, nachdem er zuerst unterschätzt wurde, tritt eine Phase der Überschätzung ein. Nun traut man auch in Europa Trump zu, mit dem Protektionismus ernst zu machen.

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Kapitalmasse und Produktivität als Faktor gegenüber dem Ausgleich von Profitrate

In der Warengesellschaft bieten unterschiedliche Unternehmen einer Branche ihre Waren zu unterschiedlichen Preisen an, sei es, weil sie unterschiedliche Kosten haben, sei es aus anderen Gründen. Angebot und Nachfrage bewirken nun, dass zuerst die billigsten Waren gekauft werden und dass dann, soweit die Nachfrage bestehen bleibt, sukzessive auch die teureren marktrelevant werden. Alleine dieser Vorgang bewirkt bereits, dass die günstig produzierenden Unternehmen mit dem Durchschnittspreis mehr Warenwerte realisieren können, als sie selbst produziert haben, da der realisierte Mehrwert als Masse immer Stückpreis mal Menge ist. Umgekehrt gehen die teuer produzierenden Unternehmen mit dem Preis hinunter, wenn die Nachfrage nicht unendlich bestehen bleibt. So kann sich ein mittlerer Preis bilden, der mit einer mittleren Nachfrage korrespondiert. Selbstverständlich betreffen diese Schwankungen nur den Preis, nicht den „ursprünglichen“, abstrakten Wert der Ware – die verausgabte Arbeitszeit. Sie tangieren aber den Wert insofern, als sich am Markt innerhalb einer Branche ein durchschnittlicher technischer Standard mit einer „gesellschaftlich notwendigen Arbeitszeit“ herausbildet.  Die Voraussetzung für diese Vorgänge ist bloß, dass der Markt transparent ist. Freilich sind diese spontanen Ausgleichsmechanismen eher für die Preisgestaltung und nicht im selben Ausmaß für die Produktionsgestaltung relevant … letztere ist von der Kapitalmasse abhängig, die unterschiedlich verteilt ist.

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Wachsen die Produktivkräfte noch? (5)

Kapital wird immer reproduziert, sonst würde es aufhören, Kapital zu sein. Die Reproduktion findet nicht nur in einer quantitativen Erweiterung, sondern auch in einer qualitativen Hebung des Gebrauchswertes der Produktionsmittel statt. Der sinnvollste Index, um das Wachsen der Produktivkräfte zu messen, ist somit nicht das GDP bzw. die Veränderungsraten desselben, sondern die Arbeitsproduktivität. Diese kann steigen, selbst wenn der Zuwachs des GDP gegenüber dem Vorjahr sinkt. In dem Wachsen der Arbeitsproduktivität spiegelt sich die Veränderung des Verhältnisses von toter zur lebendiger Arbeit wieder, aber nur, soweit sie tatsächlich in der Produktion angewandt wird. Das zeigt sich auch in der Statistik, die ein kontinuierliches Sinken der Arbeitszeit pro Arbeiter im Laufe der letzten 60 Jahre dokumentiert. Hier sind wir auf einer Ebene jenseits der Frage der Profitraten und deren Trends. Das bedeutet auch: Profitraten können fallen bei gleichzeitig steigender Produktivität.

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Eine neue Kreditblase?

Die Daten für den Term “nonperforming loans” zeigen seit 2014 wieder für alle Aggregate nach oben und nähern sich im Aggregat “low & middle income countries” dem Ausmaß während der Weltwirtschaftskrise.

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Ware, Austausch und Zirkulation

Wert (?) und Preise existieren im Kapitalismus ohne Austausch, d.h. ohne massenhafte und immer wiederkehrende Zirkulation, nicht:

„Andrerseits, ohne den Austausch existierte die Produktion des Kapitals als solchen nicht; da die Verwertung als solche nicht existiert ohne Austausch. Ohne Austausch würde es sich nur handeln um das Messen etc. des produzierten Gebrauchswerts, überhaupt nur um den Gebrauchswert.“ (Grundrisse 360–361)

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Wachsen die Produktivkräfte noch? (4)

Ein Wachstum der Produktivkräfte findet nach Marx sogar statt, indem die Wirtschaftskrise das Kapital entwertet. Und dies geschieht nicht nur dadurch, dass die Krise tatsächlich Kapital vernichtet, also auch deren Gebrauchswerte, sondern indem Waren nicht mehr zu ihrem vollem Wert verkauft werden können oder überhaupt unverkauft bleiben. Sprich: deren Warenwerte nicht realisiert werden. Dass der nächste Produktionszyklus mit entwerteten Warenkapital beginnt, die Arbeit dieses aber genauso umsetzt wie zuvor, also mit gleicher Produktivkraft, schafft dieselben Waren als Gebrauchswerte mit geringeren Produktionskosten:

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Wachsen die Produktivkräfte noch? (3)

Einige Marxisten behaupten nun aber, dass die Produktivkräfte im Kapitalismus nicht mehr wachsen. Offensichtlich deswegen, um die Überholtheit dieser Produktionsweise und die Notwendigkeit deren Ablöse durch die sozialistische Produktionsweise zu betonen. Die Absicht mag gut sein, bloß wird damit dem Sozialismus ein Bärendienst erwiesen. Nicht nur, dass man sich und andere über die tatsächliche Virilität des Kapitalismus täuscht und diesen ökonomisch verharmlost. Das Sentiment, dass der Kapitalismus abgelöst werden muss, weil die Produktivkräfte unter seiner Anwendung nicht mehr wachsen können, bedeutet ja umgekehrt, dass solange die Produktivkräfte wuchsen, der Kapitalismus nicht unbedingt abgelöst werden müsste. Auch das ist eine Verharmlosung des Kapitalismus.

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Wachsen die Produktivkräfte noch? (2)

Gesetzt, die Mehrwertrate ist gestiegen – und der Rückgang der Lohnquote in vielen Ländern seit den 1970er Jahren deutet darauf hin – so bedeutet ein Anstieg der Mehrwertrate grosso modo einen Anstieg nicht nur der Profitmasse, da trotz in der Tendenz sinkender GDP-Zuwachsrate das GDP als Masse anstiegt.

Wir haben also eine gestiegene Mehrwertmasse vor uns. Nun fragt sich, was damit geschieht. Wie wird sie verwendet? Dass der Anstieg durch einen Anstieg der Grundrente wegkompensiert wird, ist unter den heutigen Umständen so gut wie ausgeschlossen. Wird der Anstieg durch die persönliche Revenue der Kapitalisten verbraucht? Das ist ebenfalls so gut wie ausgeschlossen: Selbst der Anstieg der Konsumquote am GDP (in Relation zu der Staats- und Investitionsquote) kann nicht durch einen Anstieg der Luxusproduktion erklärt werden, da, wenn wenige sehr viel ausgeben, dies in Summe noch immer weniger ist, als wenn sehr viele wenig ausgeben. Jeder mediokre Finanzminister kennt diese Tatsache sehr gut, denn darauf baut unser Steuersystem aus.

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Wachsen die Produktivkräfte noch? (1)

Monetäre Indices wie Investitionsrate – soweit die Investitionen über die Reproduktion des Kapitals hinausgehend gemeint sind – sind zwar unentbehrlich für die Beantwortung der Frage, ob und wie die Produktivkräfte wachsen, aber monetäre Indices alleine reichen dazu nicht aus.

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Wachsen die Produktivkräfte noch? (0)

Das Wachstum findet statt, aber immer auf widersprüchliche Art und Weise, als Verwertungsprozess, der sein Gegenteil, den Entwertungsprozess, miteinschließt. Diese Dialektik ist kein Spezifikum einer besonderen Epoche oder Phase des Kapitalismus, sondern liegt im Wesen der kapitalistischen Produktionsweise selbst:

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Empirisches zur jüngeren Entwicklung der Proportion der Abteilung I zur Abteilung II (3)

Hier nun die Proportion ohne den Staatsausgaben. Wir nehmen an, dass die Nachfrage des Staates sowohl relevant als Konsumgüter als auch als relevant als Produktionsmittel ist. Die Daten der Worldbank WDI haben wir hier umgrechnet, im dem die “household consumption …” und die “gross investments …” zusammen 100% bilden.

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Erste Alarmsignale in Chinas Arbeitsmarkt Q3

Chinas Rolle in der Weltwirtschaft kann kaum unterschätzt werden. Aber Chinas Wirtschaftsmotor beginnt zu stocken. Im manpowers Quartalsauswertung der erfragten Absicht der Unternehmer, Arbeitskräfte einzustellen, geht´s gegen Null.

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Empirisches zur jüngeren Entwicklung der Proportion der Abteilung I zur Abteilung II (2)

Proportionen der globalen Gesamtwirtschaft, auch zwischen Konsumgüter- und Investitionsgüterindustrie (bei Marx: Abteilung II und Abteilung I):

Wenn wir unterstellen, dass in Summe gesehen die Konsumgüter identisch mit der notwendigen Arbeit sind, also wenn alle Menschen entweder zu der Arbeiterklasse gehören würden oder zu den Kapitalisten und dass die persönliche Renevue der Kapitalisten trotz Luxusproduktion verschwindend gering ist gegenüber dem bescheidenen Kosnum der Arbeiterklasse, die aber durch ihre große Zahl die Größe des Konsums bestimmt.

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Empirisches zur jüngeren Entwicklung der Proportion der Abteilung I zur Abteilung II (1)

Welches konkrete Verhältnis zeigt die Abteilung, die Produktionsmittel produziert zu jener, die Konsumgüter produziert? Wir können für die Abteilung I einfach die statistische Größe „Gross capital formation“ verwenden. Nicht ganz genau, da hier die Produktion für die Lagerhaltung nicht enthalten ist – außer die Bestandsänderung „net changes“. Die Lagerhaltung wird indirekt ermittelt, als Output minus Verkäufe. Und in die Lagerhaltung fallen eigentlich beide Abteilungen. Noch wichtiger ist die Größe „General government final consumption expenditure“ die dem Term „Household final consumption expenditure“ entgegengesetzt ist. Letzteres umfasst ziemlich treffsicher die Umsätze der Konsumgüterindustrie.

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Brexit – no way exit

Unmittelbar nach dem Votum in Großbritannien über Verbleib oder Austritt des Königreiches aus der Europäischen Union wurden Passanten in Athen zu dem Ergebnis befragt. Sie äußerten sich positiv, hatten sie doch ihre eigenen, durchaus unangenehmen Erfahrungen mit der Abwendung des Grexits gemacht. Verständliche Reaktion. Aber auch nicht mehr als das.

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Joan Robinsons “Akkumulation” (1)

Joan Robinson gehörte zu den interessanten bürgerlichen Ökonomen des 20. Jahrhunderts. Freilich, wie alle ihrer Zunft blieb auch sie auf einigen Gebieten hinter ihren Ahnen, den bürgerlichen Klassikern Ricardo & Co, zurück – etwa in der Preis- und Werttheorie. Sie konnte zwar nicht angeben, worin der Wert eines Produktes bestehe, aber sie konnte etwas zu den Preis-Veränderungen sagen, wie etwa zum Unterschied zwischen real und nominal. Es ist so, als könne man auf einem Schiff angeben, wie groß der Abstand zwischen Backbord und Steuerbord ist, aber nicht, wie viele Kilometer das Schiff auf dem Wasser zurückgelegt hat. Die Preisveränderungen sind messbar und sagen etwas aus, aber nicht, auf welcher Grundlage der Ausgangspunkt definiert ist. Alles ist relativ, nichts absolut.

Obwohl, das stimmt nicht ganz. Einen absoluten Punkt in der Preisfrage fand Robinson sehr wohl:

„Das auf lange Sicht wichtige Preisniveau ist das in Arbeitszeit ausgedrückte Niveau, denn in ihm kommt (…) die Aufteilung des gesamtgesellschaftlichen Produktionserfolges auf Arbeit und Besitz zum Ausdruck.“ (Joan Robinson, die Akkumulation des Kapitals, 1958, 1972, Seite 37)

Leider war dies Endpunkt und nicht Startpunkt der Analyse von Wert, Preis und Ware bei Robinson.

Und Robinson war auch nicht immun gegenüber der „Robinsonade“. Die Robinsonade ist keine Abstraktion der Wirklichkeit, sondern eine Verniedlichung der Wirklichkeit, bis die Ökonomen bei einigen apriorischen Tatsachen stehen bleiben können, von den an wieder alles Komplexere begründet werden kann.

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worldmapper kommt zur Sache

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Sigmundur Davíð Gunnlaugsson im Video.

Panama Papers Islands Premier wird nach Offshore-Geschäften gefragt – und bricht Interview ab
Sehen Sie hier die Reaktion von Sigmundur Davíð Gunnlaugsson im Video.
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